The Metamorphosis of Franz Kafka
(Kurzfilm, 29 Min., 1993)

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„The Metamorphosis of Franz Kafka“
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Regie: Carlos Atanes
Drehbuch: Joan Lluró und Gemma Delgado
Besetzung: Antonio Vladimir, Manuel Solàs, Arantxa Peña, José María Nunes, Anne Sofie Nilsson, Xavier Villena
Zwei Jahre nach seinem Filmstudium inszenierte Carlos Atanes, ein großer Bewunderer Franz Kafkas, diese Adaption mit großer künstlerischer Freiheit. Er wagte es, sich nicht allzu sehr an den Text zu halten. Er nutzte die Möglichkeiten der Produktion (wie die prachtvolle Location mit einer Bibliothek von über 60.000 Bänden). Er streute Anspielungen auf andere Werke Kafkas (und Borges' und Piranesis...) ein und würzte die Geschichte vor allem mit zahlreichen Anspielungen und Verweisen auf das Privat- und Familienleben des Autors, insbesondere auf seinen Vater Hermann Kafka, zu dem Franz stets ein schwieriges Verhältnis hatte.
Diese Gleichsetzung von fiktiver Familie (den Samsas) und realer Familie (den Kafkas) führte auch zu einer Verschiebung des zeitlichen Kontextes: Die Geschichte spielt im von Nationalsozialismus beherrschten Mitteleuropa, einem grotesken Regime, das Franz Kafka nicht kannte, das aber Jahre nach seinem Tod seine Familie auslöschte. Selbst der Titel trägt eine doppelte biografische/literarische Bedeutung: „Die Verwandlung des Franz Kafka“ ist sowohl „Die Verwandlung“ von Franz Kafka als auch die Verwandlung von Franz Kafka selbst. So logischerweise hat diese unorthodoxe Adaption eines so verehrten Textes sehr polarisierte Reaktionen hervorgerufen, und Carlos Atanes sieht sich noch lange nach der Veröffentlichung des Films im Internet wütenden Verurteilungen von den puristischsten Kafkianern ausgesetzt.
ANALYSE DIESES FILMS
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